Band 4, Nr. 2: Münchener Biennale. Festival für Neues Musiktheater 2026
Klangakt ist Medienpartner der Münchener Biennale 2026 mit dem Ziel, gesammeltes Wissen und gesammelte Erfahrungen in einer postredaktionellen Publikation, nachhaltig zu archivieren und für zukünftige Projekte abrufbar zu machen. Dabei funktioniert Klangakt nicht als Werbemedium, sondern als Vermittler und Kommunikator zwischen Wissenschaft und Praxis.
Deshalb widmet Klangakt der Münchener Biennale 2026 eine Sonderausgabe. Wir verstehen uns als Forum für die Reflexion ästhetischer, gesellschaftlicher und vermittelnder Praktiken im Musiktheater mit einem Schwerpunkt auf dem Musiktheater für junges Publikum und wollen im Kontext der Münchener Biennale insbesondere Fragestellungen des Verhältnisses zwischen „Neuem Musiktheater“ und „Gesellschaft“ in den Blick nehmen. Das Feld, das wir damit öffnen möchten, bedarf einer ständigen, immer wieder zeitgenössischen Aktualisierung in Bezug auf die Vermittlung Neuer Musik. Folgenden Fragestellungen möchten wir uns in der Sonderausgabe widmen:
- Welcher „Sitz im Leben“ wird dem zeitgenössischen Musiktheater zugeschrieben bzw. könnte er haben
- Welches Verhältnis zu welchen Öffentlichkeiten strebt das zeitgenössische Musiktheater selbst an und welche Strategien wendet es an, ein solches Verhältnis zu etablieren?
- Welche Wechselwirkungen bestehen zwischen gesellschaftlichem Leben, öffentlichem Diskurs oder sozialen Gemeinschaften („Communities“) einerseits und den ästhetischen Setzungen, Befragungen und Experimenten des zeitgenössischen Musiktheaters andererseits?
- Welchen Stellenwert hat Vermittlung dabei – als künstlerische, wissenschaftliche oder soziale Praxis?
- Wie lassen sich diese Fragen für das Feld des zeitgenössischen Musiktheaters für Junges Publikum produktiv machen?
- Welchen Stellenwert hat die Vermittlung zeitgenössischen Musiktheaters in verwandten Ausbildungs- Studiums- und Berufsfeldern?
- Und grundsätzlicher: Wie ist „Junges Publikum“ im zeitgenössischen Musiktheater heute überhaupt zu definieren?
Die Ausgabe versteht sich zugleich als Reflexionsraum und als Archiv ausgewählter Diskurse, die im Rahmen der Münchener Biennale geführt werden. Sie bietet Akteur*innen die Möglichkeit, Erfahrungen aus Vorbereitung, Probenprozess, Aufführung und begleitenden Formaten für eine interessierte Öffentlichkeit zu dokumentieren und kritisch auszuarbeiten und zu reflektieren.
Beiträge können sich auf konkrete Produktionen, Diskurse oder Formate der Münchener Biennale beziehen oder diese zum Anlass nehmen, grundsätzliche Fragen des zeitgenössischen Musiktheaters und seiner Vermittlung zu diskutieren. Dabei können auch Stücke der „MB unterwegs“ in anderen Städten reflektiert werden.
Gesucht werden Beiträge in unterschiedlichen Formaten:
- Wissenschaftliche Artikel (theoriegeleitet, empirisch oder historisch fundiert)
- Essays zu ästhetischen und gesellschaftlichen Fragestellungen
- Praxisberichte und künstlerische Reflexionen
- Interviews, Gespräche und dokumentierte Diskussionen
- experimentelle Textformen (auch Notenmaterial/Skripte Libretti), die mit der Redaktion abgestimmt werden können
Einreichungsmodalitäten
- Kurzes Exposé bzw. Abstract (maximal 2000 Zeichen inkl. Leerzeichen)
- Kurzbiographie
- Einsendeschluss: 15.06.2026
- Abgabe der vollständigen Beiträge: 31.08.2026
Die Zeitschrift erscheint Open Access online. Weitere formale Hinweise (Umfang, Zitationsweise etc.) werden mit der Annahme mitgeteilt.
Einreichungen und Rückfragen bitte über das Einreichportal: https://klangakt.ub.uni-muenchen.de/klangakt/checklist
Volume 4, No. 2: Munich Biennale. Festival für Neues Musiktheater 2026
Klangakt is a media partner of the Munich Biennale 2026. The journal seeks to sustainably document and archive the knowledge and experiences generated within the festival context, making them accessible for future projects. Rather than serving as a promotional platform, Klangakt positions itself as a mediator between scholarship and artistic practice.For this reason,
Klangakt dedicates a special issue to the Munich Biennale 2026. The journal serves as a forum for reflecting on aesthetic, social, and mediating practices in contemporary music theatre, with a particular focus on music theatre for young audiences. In the context of the Munich Biennale, this issue explores the relationship between “New Music Theatre” and society. The field we seek to address calls for continual re-examination, particularly with regard to the mediation of New Music under contemporary conditions.
In this special issue, we invite contributions engaging with the following questions:
- How is contemporary music theatre situated within social life, and how might it be re-situated?
- What relationships does contemporary music theatre aim to establish with various publics, and through which strategies?
- How do social life, public discourse, and communities interact with the aesthetic positions, questions, and experiments of contemporary music theatre?
- What role does mediation play in this context—as an artistic, scholarly, or social practice?
- How can these questions open up new perspectives for contemporary music theatre for young audiences?What significance does the mediation of contemporary music theatre have in related fields of education, study, and professional practice?
- More fundamentally, how might “young audiences” be conceptualised in contemporary music theatre today?
At the same time, the issue is intended both as a space for reflection and as an archive of selected discourses emerging from the Munich Biennale 2026. It offers practitioners the opportunity to document and critically reflect on their experiences—from preparation and rehearsal processes to performances and accompanying formats—for an interested public.
Contributions may engage with specific productions, discourses, or formats of the Munich Biennale, or use them as a point of departure for broader reflections on contemporary music theatre and its mediation. Works presented in other cities as part of “MB unterwegs” may also be considered.
We invite contributions in various formats:
- Scholarly articles (theoretical, empirical, or historically grounded)
- Essays on aesthetic and social issues
- Practice-based reports and artistic reflections
- Interviews, conversations, and documented discussions
- Experimental text formats (including musical scores/scripts/libretti), to be coordinated with the editorial team
Submission Guidelines
- Short exposé or abstract (maximum 2,000 characters including spaces)
- Short biography
- Submission deadline for abstracts: 15 June 2026
- Full paper deadline: 31 August 2026
The journal is published online as Open Access. Further formal guidelines (length, citation style, etc.) will be communicated upon acceptance. Submissions and inquiries via the submission portal: https://klangakt.ub.uni-muenchen.de/klangakt/checklist
